| Sehenswürdigkeiten - Pamukkale |
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Pamukkale, was im Türkischen "Baumwoll-Schloss" bedeutet, ist ein ursprünglicher Ort und eine Attraktion im Süd-Westen der Türkei in der Provinz von Denizli. Es liegt in der inneren Ägäisregion der Türkei im Menderes-Tal und ist 220 km von Didim entfernt. Die antike Stadt Hierapolis wurde auf das weiße Schloss gebaut, daß 2.700 m lang und 160 m hoch ist. |
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| Allgemeine Informationen |
Die Gewässer steigen mit einer Temperatur von 35 Grad aus dem Boden auf. In diesem weißen Wunderland befindet sich eine Fülle von Thermalquellen, die empfohlen werden bei Kreislauf- und Verdauungsproblemen, Augen- und Hautkrankheiten, hohem Blutdruck, Herzerkrankungen, nervösen Störungen, körperlicher Erschöpfung, Ernährungsstörungen und Rheumatismus. Ferner, entsprechend der antiken Tradition, wird behauptet, daß die Gewässer der Becken von Pamukkale sich günstig bei Heilbehandlungen auswirken. Sie erstaunen Menschen aus allen Teilen der Welt. |
Heute ist Pamukkale, ebenso wie Hierapolis, eine Touristen-Attraktion die 1988 als Weltkulturerbe anerkannt wurde. Vor der Ernennung zum Weltkulturerbe war Pamukkale jahrzehntelang ungeschützt und Hotels wurden auf die Stätte gebaut. Überreste von Hierapolis wurden dadurch zerstört. Das heiße Wasser der Quellen wurde verwendet um Hotel-Pools zu füllen und Abwasser wurde über das Monument gespült, was die Farbe bräunlich werden ließ. Eine Asphaltstraße wurde mitten in den Hauptteil hineingebaut. Menschen die mit ihren Schuhen herumliefen, wuschen sich mit Seife und Shampoo in den Pools und fuhren mit Fahrrädern und Motorrädern die Hänge hinauf und hinunter. |
Als die UNESCO auf Pamukkale aufmerksam wurde, verlor der Ort gerade seinen Reiz. Beamte ergriffen Maßnahmen um die Gegend wiederherzustellen. Die Hotels wurden eingerissen und die Straße wurde mit künstlich angelegten Becken überdeckt. Besucher dürfen sich nur noch auf den Hauptwegen rund um den Ort bewegen und müssen ihre Schuhe ausziehen, wenn sie die Kalkablagerungen betreten möchten. Ein kleiner Graben wurde entlang der Außenseite der Auffahrt gezogen, um dort das Wasser zu sammeln und Überlauf zu vermeiden. |
| Die Entstehung von Pamukkale |
Die tektonischen Bewegungen während der Absenkung des Menderes Flussbecken lösten zahlreiche Erdbeben aus, die auch zur Entstehung vieler, sehr heißer Quellen führten. Pamukkale wurde vom Wasser einer dieser Quellen erschaffen, die besonders große Mengen Kalkmineralien enthielt. |
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Das Wasser enthält große Mengen von Hydrogenkarbonat und Kalzium. Jede Sekunde entspringen 250 Liter heißes Wasser aus dieser Quelle, aus dem sich jede Sekunde 2,2 Gramm Kalk pro Liter Wasser oder 0,55 Kilogram Kalk absetzt. Im Laufe der Zeit sind einige der Quellen auf Grund von Erdbeben ausgetrocknet, während Neue daneben entsprungen sind. |
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Das Ergebnis dieses Naturphänomens sind dicke, weiße Kalksteinschichten und Kalksinter-Kaskaden, die den Berg hinunterfließen und wie ein gefrorener Wasserfall wirken. Eines dieser Gebilde besteht aus sichelförmigen Kalksinter-Terrassen mit seichtem Wasser, gelegen in einer stufenartigen Anordnung am ersten Drittel des Abhanges, mit Stufen zwischen 1 und 6 m Höhe. Ein anderes Gebilde besteht aus Stalaktiten, die diese Terrassenformation stützen und verbinden. |
Die Ältesten dieser Felsen sind aus kristallinem Marmor, Quarzit und Schiefer. Sie wurden auf die Pliozän Periode datiert, während die Oberschicht zum Quartär gehört. Die Kalzium-Karbonat-Einlagerungen verleihen der Stätte ein erstaunliches, weißes Aussehen. |
Diese Quellen waren in der Antike sehr berühmt und wurden vom römischen Architekt Vitruvius beschrieben. Die phrygischen Griechen bauten Hierapolis auf der Spitze der Anhöhe. Sie sprachen dem Quellwasser medizinische Eigenschaften zu, beschert von den Göttern, hauptsächlich von Asklepios (Halbgott der Medizin) und seiner Tochter Hygieia (Göttin der Gesundheit, Sauberkeit und Hygiene), unter dem Schutz von Apollo (Gott der Medizin und der Heilung). |
| Über Hierapolis |
Hierapolis ist eine antike Stadt oberhalb den bekannten, heißen Quellen von Pamukkale, gelegen im Süd-Westen der Türkei nahe Denizli. |
Die heißen Quellen von Pamukkale wurden seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. als Heilbäder genutzt und Menschen kamen, um hier ihre Schmerzen zu lindern. Hierapolis wurde 190 v. Chr. von Eumenes II., König von Pergamon, gegründet. Im 2. und 3. Jahrhundert erreichte es seinen Höhepunkt als römisches Thermalbadzentrum. |
Hierapolis hat Ruinen wie z.B. die Stadtmauern, das achteckige Grabmal von St. Philip, das zweite Zentraltheater, der Tempel des Apollo, die Basilika und die Nekropolis (Totenstadt), die sich über 2 km erstreckt, und einige der besten Beispiele für Gruftbauten beinhaltet. Sie ist bekannt als einer der besterhaltensten Friedhöfe von Anatolien. Das östliche Bad ist ein archäologisches Museum, das viele der Überreste von Hierapolis beherbergt. |
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| Signifikante Strukturen von Hierapolis |
Die hellenistische Stadt wurde gebaut mit Straßen, die parallel oder senkrecht zur Hauptstraße laufen. Die Hauptstraße war ca. 1.500 m lang und 13,4 m breit und wurde auf beiden Seiten von einer Arkade gesäumt. An beiden Enden der Hauptstraße befand sich ein imposantes Tor, flankiert von quadratischen Türmen, gebaut aus massiven Steinblöcken. Die Seitenstraßen waren ca. 3 m breit. Ein weiteres Tor, genannt "Domitian" liegt nahe des nördlichen Stadttors. Dieser Triumphbogen, flankiert von runden Türmen, besteht aus drei Bögen und wurde errichtet vom Stadthalter Frontinius. |
Die großen Bäder wurden mit riesigen Steinblöcken errichtet und bestehen aus verschiedenen geschlossenen und offenen Abschnitten, die miteinander verbunden sind. Es gibt tiefe Nischen im inneren Bereich des Bades, eine Bücherei, ein Gymnasium und andere geschlossene und offene Plätze. Die Anlage, die im 2. Jahrhundert gebaut wurde, zeigt ein großartiges Beispiel von Gewölbearchitektur. Die Anlage ist jetzt ein archäologisches Museum. |